Das Wichtigste in Kürze
Erneuerbare Energien erreichen etwa 62 % der Nettostromerzeugung; Windenergie liegt bei rund 31,5 %, Photovoltaik bei etwa 16,9 %, Biomasse bei 8,6 %, Wasserkraft 4,2 %.
Der Kohleanteil (Braunkohle / Steinkohle) befindet sich mit rund 22,4 % auf dem niedrigsten Niveau seit mehreren Jahrzehnten.
Der Anteil der Erdgasverstromung steigt auf etwa 13,5 % und bleibt damit eine wichtige flexible Reserve bei schwankender Einspeisung aus Wind und Sonne.
Der PV‑Eigenverbrauch kann zu den Sonstigen gezählt werden, die etwa 2,9 % entsprechen.
„Deutschland bleibt im Jahr 2025 Netto-Stromimporteur: Der Importüberschuss beträgt rund 21,9 TWh und entspricht damit etwa 4,8 % des gesamten Stromverbrauchs.“
[energy-charts.info], [finanzen.net]
„Der durchschnittliche Börsenstrompreis lässt sich für 2025 nicht eindeutig mit einem einzelnen Wert belegen; auf Basis der veröffentlichten Daten lagen die durchschnittlichen Import- und Exportpreise bei etwa 84,7 €/MWh bzw. 89,6 €/MWh.“
[finanzen.net]
Quellenangabe Grafik:
Pro – Chancen der Entwicklung
Aus Sicht vieler Fachleute sprechen mehrere Punkte für einen strukturellen Fortschritt: Der steigende Anteil erneuerbarer Energien reduziert langfristig die CO₂‑Emissionen und kann mittel- bis langfristig zu stabileren Stromkosten beitragen. Zudem stärkt ein wachsender PV‑Eigenverbrauch die Unabhängigkeit von Haushalten und Betrieben und macht sie weniger anfällig für Marktschwankungen.
Contra – Herausforderungen im System
Gleichzeitig weisen die aktuellen Zahlen auf relevante Herausforderungen hin: Der gestiegene Gasanteil zeigt, dass flexible fossile Kraftwerke weiterhin benötigt werden, um Versorgungssicherheit bei Dunkelflauten zu gewährleisten. Darüber hinaus bleiben der stockende Windausbau, der schleppende Netzausbau sowie der verzögerte Speicherausbau zentrale Aufgaben, um den hohen Anteil fluktuierender Erzeuger zuverlässig in das Energiesystem zu integrieren.
Faktencheck (Auszug)
Solarenergie liegt 2025 anteilig vor der Braunkohle (etwa 16,9 % gegenüber etwa 16 %).
Deutschland weist weiterhin einen Netto-Stromimport von rund 21,9 TWh auf, der vor allem durch preisgünstige Phasen im europäischen Strommarkt geprägt ist!
Die Börsenstrompreise sind 2025 gestiegen; Entlastungen bei Endkundenpreisen können zeitlich verzögert auftreten und hängen von verschiedenen Faktoren wie Steuern, Abgaben und Beschaffungsstrategien ab.